Sparer im endlosen Steuerchaos

So, 06/08/2008 - 13:08

Unter dem Titel "Sparer im endlosen Steuerchaos"
beschreibt Welt-Online die Leiden der Kleinsparer...

Die Abgeltungsteuer sollte ab 2009 alles einfacher und gerechter machen. Doch von Ausnahmen und Detailregeln zerfleddert, macht das Gesetz vieles komplizierter und belastet vor allem Kleinsparer. Andere Länder zeigen, wie es richtig funktioniert

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Zusammenfassung des Artikels-
• Die Abgeltungsteuer sollte ab 2009 alles einfacher und gerechter machen.

• Doch von Ausnahmen und Detailregeln zerfleddert, macht das Gesetz vieles komplizierter und belastet vor allem Kleinsparer.

• Einfach 25 Prozent Steuer auf alles, direkt durch die Bank an die Finanzämter überwiesen, und fertig.

• Gleichzeitig zeigt sich, dass die Vermögenden die Steuer meist umgehen können, während es vor allem Kleinsparer hart treffen wird, die privat fürs Alter vorsorgen.

• In der vergangenen Woche wurde zudem bekannt, dass in bestimmten Fällen auch noch die Erträge aus der betrieblichen Altersvorsorge besteuert werden sollen.

• Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich die künftige Praxis, dass all jene, deren persönlicher Einkommensteuersatz unter 25 Prozent liegt, ihre Gewinne aus Aktienverkäufen, ihre Zinsen oder andere Erträge bei der Steuererklärung angeben können und dann die Differenz zwischen dem persönlichen Einkommensteuersatz und der von der Bank abgeführten Abgeltungsteuer zurückerhalten.

• Fraglich ist jedoch, wie viele Kleinsparer ihren persönlichen Steuersatz kennen und sich die Mühe machen werden, all die im Laufe des Jahres von der Bank eingezogenen Steuern in ihr Steuerformular zu schreiben.

• Wer regelmäßig Geld zurücklegt, beispielsweise über einen Fondssparplan, brauchte bislang keine Steuern zu bezahlen, da die Erträge nach Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr steuerfrei waren.

• "Einerseits raten die Politiker den Menschen permanent, privat für die Rente zu sparen, und gleichzeitig nimmt man ihnen dann 25 Prozent der Erträge aus diesen Sparbemühungen einfach so wieder weg", sagt Rapp.

• Dabei wäre es so einfach, sowohl eine unkomplizierte Handhabung der Steuer als auch größtmögliche Gerechtigkeit für die Anleger herzustellen.